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Nationaler Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der Open-Data-Charta der G8

Die G8-Staaten haben auf ihrem Gipfel 2013 in Lough Erne eine "Open-Data-Charta" beschlossen, mit der sie sich zu einer breiten Veröffentlichung von Verwaltungsdaten im Sinne von "Open Data" bekennen. Darin haben sich die G8-Staaten verpflichtet, nationale Aktionspläne zur Umsetzung der Open-Data-Charta zu erarbeiten.

Die Bundesregierung hat den vom Bundesminister des Innern vorgelegten "Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der Open-Data-Charta der G8" am 17. September 2014 beschlossen.

Der Aktionsplan ist als Teil des Regierungsprogramms "Digitale Verwaltung 2020" ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu mehr Transparenz im Regierungs- und Verwaltungshandeln und zu einer "Good Governance". Ziel der Bundesregierung ist es, mit dem Aktionsplan zum Vorreiter bei der offenen Bereitstellung von Verwaltungsdaten werden. Dazu soll jede Bundesbehörde bis zum Ende des ersten Quartals 2015 mindestens zwei Datensätze auf dem ebenenübergreifenden Datenportal "GovData" veröffentlichen.

Darüber hinaus hat sich die Bundesregierung dazu verpflichtet, konkret in den Anlagen des Aktionsplans benannte Datensätze in besser nachnutzbarer Form zu veröffentlichen. Die Bandbreite reicht hier von der Polizeilichen Kriminalstatistik über Daten der Entwicklungszusammenarbeit und Sozialbudgets bis zu Daten der Deutschen Digitalen Bibliothek und dem gesamten Inhalt des Datenportals des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Dies ist der erste Schritt, um das Grundprinzip der G 8-Open-Data-Charta – "Open Data als Standard" – in die Realität umzusetzen.

Dies kann aber nur in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit den potentiellen Datennutzern gelingen. Der Aktionsplan sieht daher vor, den Austausch zwischen Verwaltung und Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft etc. aktiv zu fördern. Dazu zählt zum Beispiel auch die Förderung und Unterstützung von Entwicklertagen. In mehreren Themenfeldern sollen ferner gemeinsam mit den Datennutzern solche Daten identifiziert werden, die besonders wertvoll für die Entwicklung innovativer und für die Allgemeinheit nützlicher Dienste sind. Diese soll dann priorisiert veröffentlicht werden.

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