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Open (Government) Data

Informationen sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Der offene und strukturierte Zugang zu frei verfügbaren Datenbeständen der öffentlichen Hand ist ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung einer Wissensgesellschaft.

Durch die Verwaltung wird eine riesige Menge an Daten erhoben – seien es statistische Daten, Umweltdaten, Verkehrsdaten oder Geodaten. Bis vor einiger Zeit schlummerten diese Daten aber oftmals in den digitalen Aktenschränken der Verwaltung oder waren – falls sie überhaupt schon online zugänglich waren – schwer auffindbar. Die Idee von Open (Government) Data – oder "offenen (Verwaltungs-) Daten" – ist es, diese Daten offen und möglichst kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

So können Bürger, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Akteure innovative Anwendungen zur Erleichterung des Alltags schaffen, neue Geschäftsmodelle erschließen oder neue Bedeutungszusammenhänge aufzeigen. Die Nutzung und Auswertung der Daten kann auch das Vertrauen zwischen Politik und Zivilgesellschaft, zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Medien stärken. Nur wer die Fakten kennt, kann passende Ideen und Lösungen finden. Sie sind ein wesentlicher Baustein dafür, Entscheidungsprozesse in Staat und Verwaltung transparenter zu machen und eine Beteiligung gut informierter Bürger an Entscheidungsprozessen zu ermöglichen.

Darüber hinaus birgt die Öffnung solcher "Datenschätze" der Verwaltung ein enormes wirtschaftliches Potential – gemäß einer im Auftrag der EU-Kommission erstellten Studie in Höhe von bis zu 40 Mrd. € für die EU. Offene Verwaltungsdaten steigern also nicht nur die Akzeptanz öffentlicher Entscheidungsprozesse. Sie ermöglichen es auch, neues Wissen zu gewinnen und durch ihre Nutzung in innovativen Anwendungen den Alltag zu erleichtern.

Das gilt nicht nur für die Nutzung durch Bürgerinnen und Bürger: Auch die Verwaltung selbst kann von offenen Daten profitieren – zum Beispiel indem auch Behörden die Daten anderer Behörden oder Verwaltungsebenen einfacher finden und für eigene Aufgaben nutzen können, oder indem Feedback der Weiterverwender die Datenqualität zu erhöhen hilft.

Ziele von Open Data

Die Bereitstellung von Verwaltungsdaten zur Weiterverwendung und Weiterverbreitung, kurz "Open (Government) Data", ist die Grundlage für ein offenes Regierungs- und Verwaltungshandeln.
Open Data kann:
• Transparenz erhöhen, z.B. durch die Veröffentlichung der Verwendung von Haushaltsmitteln,
• Teilhabe fördern, z.B. indem offene Daten als Grundlage bei Beteiligungsverfahren für Infrastrukturmaßnahmen dienen,
• neue Kooperationsformen ermöglichen, z.B. in Form von Wirtschaft oder Zivilgesellschaft, die auf Basis von Geo- oder Umweltdaten neue Anwendungen für Bürgerinnen und Bürger entwickeln,
• einen Austausch innerhalb der Verwaltung stärken, z.B. durch die Nutzung von bislang unbekannten Daten anderer Behörden.

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