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Prozessmanagement

Die öffentliche Verwaltung soll innovativer Dienstleister für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen sein. Wichtiger Bestandteil der Verwaltungsmodernisierung ist daher die Vereinfachung und häufig auch die elektronische Unterstützung und Verknüpfung von Prozessen zwischen Behörden, Bürgern und Unternehmen. Prozessmanagement dient somit als Hebel für Effizienzsteigerungen und einer verbesserten Prozessqualität.

Mit dem Regierungsprogramm "Digitale Verwaltung 2020" schafft die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für die Verwaltung der Zukunft. Diese nutzt die Potenziale der Digitalisierung, d. h. sie ist effektiv, transparent, effizient und bürgerfreundlich. In diesem Zusammenhang ist die Sicht auf Verwaltungsabläufe, die sogenannten Prozesse, wichtig und bedeutsam.

Beim Prozessmanagement werden Verwaltungsabläufe ganzheitlich betrachtet, analysiert, optimiert, dokumentiert und umgesetzt. Im digitalen Zeitalter müssen bestehende Verwaltungsabläufe kontinuierlich geprüft und verbessert, d. h. weniger komplex gestaltet und gestrafft werden.
Aktiv setzt sich die Bundesregierung dafür vor allem mit ihrem Vorhaben "Gemeinsame und integrierte Prozessoptimierung in der Bundesverwaltung" ein, wodurch das Denken und Handeln in Prozessen und eine vernetzte Zusammenarbeit über Behördengrenzen hinweg gefördert werden sollen.

Korrespondierend zu diesem Vorhaben enthält das Regierungsprogramm das Projekt „Ausbau bundeseigener IT- und Prozessberatung“. Vornehmlich geht es um die Reduzierung des externen Beratungsbedarfs zum Prozessmanagement und die verstärkte Entwicklung bundeseigener Kompetenz in diesem Bereich. Hierzu wurde eine ressortübergreifende "Unterarbeitsgruppe Prozessmanagement" eingerichtet. Diese erarbeitet ein Beratungskonzept zur Prozessmanagementberatung als internes Dienstleistungsangebot für die gesamte Bundesverwaltung.

Im Sinne der vernetzten Zusammenarbeit hat das Bundesministerium des Innern (BMI) im Rahmen des Regierungsprogramms ein Netzwerk Prozessmanagement initiiert, dessen Koordinierung durch das Bundesverwaltungsamt (BVA) erfolgt.
In diesem Netzwerk haben sich für den gemeinsam behördenübergreifenden Austausch Prozessexperten aus der Bundesverwaltung zusammengefunden und treffen sich seit Mai 2015 in regelmäßigen Abständen. Bei diesen Treffen diskutieren die Teilnehmenden ganz im Sinne der Grundidee des Netzwerkes Fragestellungen und Lösungsansätze aus der Verwaltungspraxis. So profitieren die Netzwerkpartner von den Erfahrungen anderer Netzwerkpartner.

Zudem sollen getreu dem Motto „aus der Praxis für die Praxis“ Empfehlungen für die Etablierung von Prozessmanagement und weitere Lösungen rund um das Prozessmanagement erarbeitet und veröffentlicht werden.

Dazu finden sich einzelne Netzwerkpartner zu Themen zusammen und erarbeiteten praxistaugliche Lösungsansätze wie beispielweise

  • ein ressortübergreifendees Glossar zum Prozessmanagement,
  • ein Basispapier "Strategisches Prozessmanagement in der öffentlichen Verwaltung" sowie
  • ein Katalog mit Best-Practice-Beispielen

geplant.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Projektteam des Netzwerkes über das Postfach Prozessmanagement@bva.bund.de

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