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Forschungsvorhaben „Stein/Hardenberg 2.0 - Staatlicher Wandel im Informationszeitalter“

Welchen Einfluss hat Informationstechnik auf die Verwaltung? Welche Gültigkeit haben die Grundsätze der Staatsorganisation heute noch, die schon von Karl Freiherr vom Stein und Karl August Fürst von Hardenberg in Preußen formuliert wurden? Welche Rollen spielen im Zeitalter der Digitalisierung das Ressort-, das Territorial- oder das Hierarchieprinzip? Oder haben sich solche Prinzipien überlebt und wurden längst mit den faktischen Veränderungen durch eine technikunterstützte Arbeitsweise überflüssig?

Diesen Fragen ging das „IfG.CC - The Potsdam eGovernment Competence Center“ in einem dreijährigen Forschungsvorhaben „Stein/Hardenberg 2.0 - Staatlicher Wandel im Informationszeitalter“ nach. Ein Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Tino Schuppan erarbeitete von Juni 2011 bis März 2014 Grundlagen für die Realisierung einer vernetzten Verwaltung mittels E-Government.
Als ein Ergebnis der Forschungen wurden die oben erwähnten grundlegenden Prinzipien deutscher Staatsorganisation zeitgemäß neu interpretiert. Diese behalten dadurch auch in einer digitalisierten Verwaltungswirklichkeit ihre Gültigkeit. Zudem zeigte das Forschungsvorhaben neue Gestaltungspotentiale des E-Governments für Organisation und Arbeitsweise der Verwaltung auf.

Das Forschungsvorhaben wurde auf Grundlage eines Verwaltungsabkommens zwischen dem Ministerium des Innern des Landes Brandenburg, der Senatsverwaltung für Inneres und Sport des Landes Berlin, der Finanzbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, der Anstalt Dataport und dem Bundesministerium des Innern in Auftrag gegeben. Das Ministerium des Innern des Landes Brandenburg übernahm die administrative Abwicklung des Vorhabens und die Funktion eines Projektbüros. Um neben den verwaltungswissenschaftlichen Grundlagen auch in der Verwaltungspraxis nutzbare Erkenntnisse zu gewinnen, begleiteten die Partner des Verwaltungsabkommens das Forschungsvorhaben intensiv im Rahmen von Workshops, Hintergrundgesprächen und Kommentierungen wissenschaftlicher Arbeitspapiere.

Das Ergebnis der Forschungen wurde in Form einer Buchpublikation

Stein-Hardenberg 2.0 Architektur einer vernetzten Verwaltung mit E-Government Stein-Hardenberg 2.0 Architektur einer vernetzten Verwaltung mit E-GovernmentQuelle: The Potsdam eGovernment Competence Center

veröffentlicht. Ein weiteres Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist ein Thesenpapier, das wichtige Erkenntnisse der Forschungen – bewusst reduziert und plakativ – zusammenfasst.

Weiterführende Informationen finden Sie hier auf der Website des Projektbüros im Ministerium des Innern des Landes Brandenburg.

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