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Das Projekt "Demografiesensibles Personalmanagement"

Die Zahl der Beschäftigten in der Bundesverwaltung ist in den letzten 20 Jahren um etwa ein Drittel reduziert worden. Dieser Personalabbau aufgrund von Sparvorgaben basierte größtenteils auf dem Prinzip, frei gewordene Stellen nicht wieder zu besetzen. Somit gibt es heute wenig Junge und immer mehr Ältere in der Bundesverwaltung: Das Durchschnittsalter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beträgt derzeit 45 Jahre – Tendenz steigend, weil sich auch die Lebensarbeitszeit stufenweise auf 67 Jahre erhöhen wird.

Zusätzlich beeinflusst der demografische Wandel in der Gesellschaft die Personalpolitik der Verwaltung: Für den relativ hohen Ersatzbedarf an Personal in den kommenden Jahrzehnten stehen auf dem Arbeitsmarkt nur wenige qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung. Der Wettbewerb um die klügsten Köpfe zwischen der öffentlichen Verwaltung und der Privatwirtschaft wird sich unter diesen Bedingungen intensivieren.

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, das Personalmanagement in den Behörden der Bundesverwaltung an diese Gegebenheiten anzupassen. Ziel ist es, die Handlungs- und Steuerungsfähigkeit des Bundes nachhaltig zu sichern. Zugleich muss die Attraktivität des Bundes als Arbeitgeber gestärkt und ausgebaut werden, um Nachwuchs zu gewinnen.

Diesem Auftrag widmet sich das Vorhaben "Demografiesensibles Personalmanagement", das Teil des Regierungsprogramms "Venetzte und transparente Verwaltung" ist. Im Rahmen des Vorhabens hat ein Arbeitskreis aus Teilnehmern verschiedener Bundesbehörden ein Konzept zum demografiesensiblen Personalmanagement erarbeitet und in Form von Leitfäden veröffentlicht. Es ist ein Angebot an alle Bundesbehörden, wie sie ihre Personalpolitik weiterentwickeln und ausbauen können. Im Fokus stehen alle Handlungsfelder des Personalmanagements: alternsgerechte Beschäftigungsbedingungen, veränderte Lernformen, Wissenstransfer, flexible Arbeitszeit und -organisation, kompetenz- und arbeitsplatzorientierte Qualifizierung und ein modernes Leistungs- und Gesundheitsmanagement. Das ganzheitliche Konzept widmet sich zum Beispiel der Frage, wie eine Behörde eine IT-gestützte Altersstrukturanalyse und -prognose durchführen kann, und behandelt das Thema "lebensphasenorientierte Personalpolitik" anhand verschiedener Praxisbeispiele aus öffentlichen Verwaltungen.

Zum Projekt "Demografiesensibles Personalmanagement" der 17. Legislaturperiode

Zum Projekt "Anpassung der Personalstrukturen" der 17. Legislaturperiode

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