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Open Data

Der offene und strukturierte Zugang zu frei verfügbaren Datenbeständen der öffentlichen Hand ist ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung einer Wissensgesellschaft.

Durch die Verwaltung werden zahlreiche Daten erhoben – seien es statistische Daten, Umweltdaten, Verkehrsdaten oder Geodaten. Diese Daten sollen nicht nur für die Arbeit der Verwaltung genutzt werden, sondern allen zur Verfügung stehen.

Umsetzung §12a EGovG ("Open-Data-Gesetz")

Mit der Änderung des E-Government-Gesetzes trat zum 13.07.2017 das "Open-Data-Gesetz" in Kraft. § 12a EGovG verpflichtet die Behörden der unmittelbaren Bundesverwaltung ab dem 13.07.2018 unbearbeitete Daten (so genannte "Rohdaten"), die sie zur Erfüllung ihrer öffentlich-rechtlichen Aufgaben erhoben haben, zu veröffentlichen.

Diese Regelung gilt nicht uneingeschränkt. Voraussetzung ist, dass die Daten bei der Behörde elektronisch gespeichert sind und in Sammlungen strukturiert, insbesondere in Tabellen oder Listen, vorliegen. Des Weiteren darf kein Hinderungsgrund für die Veröffentlichung vorliegen. Hinderungsgründe liegen insbesondere dann vor, wenn an den Daten kein oder nur ein eingeschränktes Zugangsrecht gemäß den §§ 3 bis 6 Informationsfreiheitsgesetz vorliegt, beispielsweise wenn die Daten Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse enthalten oder datenschutzrechtliche Reglungen entgegenstehen.

Die Daten sollen maschinenlesbar bereitgestellt und mit Metadaten versehen werden. Metadaten beschreiben die eigentlichen Daten, zum Beispiel wann sie erhoben wurden oder wer die Daten bereitstellt. Die Metadaten werden auf das nationale Metadatenportal GovData eingestellt, damit sie für jedermann auffindbar sind.

Ziele von Open Data

Bürger, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Akteure können mit offenen Daten innovative Anwendungen zur Erleichterung des Alltags schaffen, neue Geschäftsmodelle erschließen oder neue Bedeutungszusammenhänge aufzeigen. Die Nutzung und Auswertung der Daten kann auch das Vertrauen zwischen Politik und Zivilgesellschaft, zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Medien stärken. Nur wer die Fakten kennt, kann passende Ideen und Lösungen finden. Sie sind ein wichtiger Baustein dafür, Entscheidungsprozesse in Staat und Verwaltung transparenter zu machen und eine Beteiligung gut informierter Bürger an Entscheidungsprozessen zu ermöglichen.

Auch die Verwaltung selbst kann von offenen Daten profitieren, etwa indem Behörden die Daten anderer Behörden oder Verwaltungsebenen einfacher finden und für eigene Aufgaben nutzen können.
Die Europäische Union hat mit der Public-Sector-Information-Richtlinie (PSI-Richtlinie) bereits 2003 einen Rahmen für die Weiterverwendung amtlicher Daten durch Dritte geschaffen. Darüber hinaus wird die Umsetzungsreife von Open Data in der Europäischen Union seit 2015 jährlich evaluiert. Vorreiter in den letzten zwei Jahren waren Irland, Spanien, die Niederlande und Frankreich. Im europäischen Vergleich gilt es daher weiter Boden gutzumachen, um die ambitionierten Ziele der Bundesregierung zu erreichen.

Ziele von Open Data

Die Bereitstellung von Verwaltungsdaten zur Weiterverwendung und Weiterverbreitung, kurz "Open Data", ist die Grundlage für ein offenes Verwaltungshandeln.

Open Data kann:
• Transparenz erhöhen, z.B. durch die Veröffentlichung des Bundeshaushalts
• Teilhabe fördern, z.B. indem offene Daten als Grundlage bei Beteiligungsverfahren für Infrastrukturmaßnahmen dienen,
• neue Kooperationsformen ermöglichen, z.B. in Form von Wirtschaft oder Zivilgesellschaft, die auf Basis von Umweltdaten neue Anwendungen für Bürgerinnen und Bürger entwickeln,
• einen Austausch innerhalb der Verwaltung stärken, z.B. durch die Nutzung von bislang unbekannten Daten anderer Behörden.

Open Data in der Bundesverwaltung umsetzen

Eine standardmäßige Veröffentlichung von Daten bedeutet einen Paradigmenwechsel in der deutschen Verwaltungskultur und stellt neue Anforderungen. Es gilt Open Data in laufende Arbeitsprozesse einzubeziehen und dabei den Zusatzaufwand möglichst gering zu halten. Dies ist mit einem durchdachten Konzept möglich, das auch die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen miteinbezieht. Die Veränderungen und neuen Arbeitsschritte bedürfen einer kommunikativen Begleitung. Denn der Nutzen von Open Data hängt auch davon ab, wie stark Wissen und Bewusstsein zum Umgang mit Daten in der Behörde verankert werden.

Beratungsstelle für weitere Informationen und Unterstützung bei der Umsetzung

Im BVA soll eine zentrale Stelle eingerichtet werden, die die Behörden der unmittelbaren Bundesverwaltung zu Fragen der Bereitstellung von Daten als offene Daten berät. Die Stelle ist im Beratungszentrum im BVA unter opendata@bva.bund.de erreichbar.
Das BVA hat ein Handbuch für offene Verwaltungsdaten erarbeitet, in dem ein erprobtes Vorgehen zur effizienten Einführung von Open Data aufgezeigt wird. Checklisten und Leitfäden bieten praxisorientierte Arbeitshilfen für die einzelnen Umsetzungsschritte. Zu finden ist das Handbuch hier oder im Social Intranet des Bundes (nur für Bundesbehörden): Social Intranet des Bundes (SIB) (bitte als Gast anmelden).

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