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Common Assessment Framework (CAF)

Common Assessment Framework (CAF) ist das gemeinsame Qualitätsbewertungsmodell der öffentlichen Verwaltung Europas. Seit seiner Verabschiedung im Mai 2000 erfährt dieses Modell eine stetig zunehmende Verbreitung in den Einrichtungen des öffentlichen Sektors in Europa. Auch in Deutschland setzen Bundes-, Landes- und kommunale Behörden dieses Modell erfolgreich ein, um ihre Leistungsfähigkeit kontinuierlich zu verbessern.

Herkunft

Auf der 1. Europäischen Qualitätskonferenz im Mai 2000 in Portugal haben die für den öffentlichen Dienst zuständigen Minister beschlossen, in den EU-Mitgliedstaaten das gemeinsame europäische Qualitätsbewertungsmodell "Common Assessment Framework" (CAF) einzuführen.

Es war in den späten 1990er Jahren unter Federführung der Innovative Public Services Group (IPSG) entwickelt worden, um die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung Europas zu unterstützen. Die IPSG ist eine Arbeitsgruppe von Expertinnen und Experten aus den EU-Mitgliedstaaten. Sie wurde von den EU-Generaldirektoren mit dem Ziel ins Leben gerufen, den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit hinsichtlich innovativer Verwaltungsmodernisierung und der Leistungsverbesserung im öffentlichen Dienst in den EU-Mitgliedstaaten zu fördern.

An der Entwicklung des CAF waren auch die Europäische Stiftung für Qualitätsmanagement (European Foundation for Quality Management, EFQM) und die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer beteiligt. Sowohl das EFQM-Modell als auch die Kriterien des Speyerer Qualitätswettbewerbs sind wichtige Grundlagen für CAF.

Zielsetzung

CAF wurde mit dem Ziel entwickelt, die Modernisierung und die Verbesserung der Leistungsfähigkeit in der öffentlichen Verwaltung Europas zu fördern. CAF bietet den Verwaltungsorganisationen unterschiedlicher Größe, Struktur und fachlicher Ausrichtung eine einfache Möglichkeit, ihre Stärken und Verbesserungspotenziale zu erkennen und daraus Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten. CAF will die Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung mit den Prinzipien des Total Quality Management (umfassendes Qualitätsmanagement) vertraut machen und sie an die Praxis des PDCA-Zyklus heranführen. PDCA steht für Plan (planen), Do (umsetzen), Check (überprüfen) und Act (anpassen). CAF will auch Bindeglied zwischen den verschiedenen Qualitätsmanagement-Modellen sein, die im öffentlichen Dienst angewendet werden. Schließlich sollen auch Leistungsvergleiche (Benchmarking und Benchlearning) des öffentlichen Sektors unterstützt werden.

Nutzenvorteile

CAF ist ein leicht handhabbares Qualitätsbewertungsmodell. Es ermöglicht eine Organisationsentwicklung von innen heraus, indem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter intensiv in den Veränderungsprozess einbezogen werden. Organisationen, die bereits eine oder mehrere CAF-Selbstbewertungen durchgeführt haben, sehen beispielsweise folgenden Nutzen:

  • Qualität wird definiert, weiterentwickelt und optimiert,
  • die Organisation erkennt, wie gut sie ist, und entwickelt ein gemeinsames Verständnis davon, wo und wie sie sich verbessern kann,
  • Zusammenhänge in der Organisation werden erkannt,
  • Vernetztes Denken wird gefördert,
  • Kommunikationsbarrieren werden erkannt und beseitigt,
  • Lernen findet statt,
  • Effektivität und Effizienz der Organisation werden verbessert,
  • die Steuerungskompetenz steigt.

Methode

Die Qualitätsbewertung mit CAF ist eine Selbstbewertung. Sie wird von einer internen repräsentativ zusammengesetzten Bewertungsgruppe durchgeführt und hat den Charakter eines Dialogs, in den alle Ebenen der Organisation einbezogen werden. Sichtweisen, Erfahrungen und Kenntnisse zu den Themenfeldern und Indikatoren werden diskutiert und miteinander vergleichen. Ein gemeinsames Bild der Situation – wie ist es jetzt, und wo wollen wir hin? - wird entwickelt. So findet eine systematische Analyse der Stärken und Verbesserungsbereiche der Organisation statt. Die so gewonnenen Bewertungsergebnisse liefern eine hervorragende Basis für die Entwicklung und Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen. Der CAF-Prozess beginnt mit einer fundierten Managemententscheidung über Ziel, Projektorganisation und Ressourcen des Gesamtprozesses und endet mit der Umsetzung eines Aktionsplans in der Linienorganisation. Der CAF-Prozess besteht aus insgesamt zehn Schritten, die ausführlich im Leitfaden für die Praxis dargestellt sind.

Informationsmaterialen:

Informationen zu CAF auf Europäischer Ebene finden Sie auf der Seite des European Institute of Public Administration (EIPA): http://www.eipa.eu

Kontakt

Bundesministerium des Innern
Referat O 1
Telefon: 03018 / 681-0
Telefax: 03018 / 681-12926
E-Mail: O1@bmi.bund.de

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