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Spitzengespräch "Zielorientierte Steuerung in der deutschen Verwaltung"

Datum 02.10.2014

In einer Abendveranstaltung am 29. September 2014 diskutierte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière mit Spitzenvertretern aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft die Notwendigkeit einer stärker an Zielen ausgerichteten Steuerung von Behörden.

Foto Publikum Spitzengespräch "Zielorientierte Steuerung in der deutschen Verwaltung"

Das Spitzengespräch fand bei der Deutschen Bundesbank in Berlin vor rund 100 Führungskräften aus Bund, Ländern und Kommunen statt.

In seiner Begrüßungsrede berichtete Dr. Jens Weidmann über die Erfahrungen der Deutschen Bundesbank bei der Einführung einer zielorientierten Steuerung. Er zog das Fazit, dass die Verwaltung keine andere Wahl habe, als den Weg einer zielorientierten Führung zu gehen, um sich weiterhin zu behaupten.

Danach erläuterte Professor Jürgen Weber, Direktor des Instituts für Management und Controlling der WHU-Otto Beisheim School of Management (WHU), die zielorientierte Steuerung aus wissenschaftlicher Sicht und wies dabei auch auf die zahlreichen Parallelen zur Privatwirtschaft hin. (Die Rede finden Sie hier.)

In einer anschließenden, von Professor Jürgen Weber moderierten, Podiumsdiskussion wurden die Chancen und Herausforderungen einer an Zielen ausgerichteten Behördensteuerung vertieft.

Hieran nahmen teil:
• der Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maizière,
• der Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise sowie
• der stellvertretender Ministerpräsident und Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt, Jens Bullerjahn.

Mit ihren verschiedenen Perspektiven auf das Thema boten die Diskussionsteilnehmer den Zuhörern einen umfassenden Überblick sowohl über die grundlegenden Fragen bei der Einführung einer derartigen Steuerung als auch über ihre konkreten praktischen Auswirkungen.

Abschließend stellte Professor Bernhard Hirsch von der Universität der Bundeswehr in München eine Zwischenbilanz des Arbeitskreises "Steuerung und Controlling in öffentlichen Institutionen" dar. Die Ergebnisse dieses Arbeitskreises waren der Anlass für das Spitzentreffen.

Kernbotschaften des Spitzengesprächs

Ohne Alternative: Auf die Verwaltung kommen ständig neue Anforderungen zu. Knappe Haushaltsmittel erfordern tiefgreifende Auswahlentscheidungen. Eine rein inputorientierte Steuerung kann die Wirksamkeit des Verwaltungshandelns nicht mehr gewährleisten. Zielorientierte Steuerung ebnet der Verwaltung den Weg, ihr hohes Leistungsniveau aufrecht zu erhalten.

Verwalten und Gestalten: Die Verwaltung ist an Recht und Gesetz gebunden. Gesetzliche Vorgaben bieten aber stets Freiheitsgrade bei der Ausführung. Die Verwaltung muss diese im Sinne der Politik ausfüllen und Politiker dabei unterstützen, auf Wirkungen ausgerichtete Vorgaben zu formulieren. Dabei sind Rechtmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des Verwaltungshandelns gleichermaßen sicherzustellen.

Persönliche Führungsverantwortung: Zielorientierte Steuerung ist kein technokratisches, rein instrumentengeprägtes Konzept. Vielmehr fordert sie von Vorgesetzten die Bereitschaft, auf der Basis der strategischen Grundausrichtung richtungsweisende Führungsentscheidungen zu treffen, für diese bei den Beschäftigten zu werben und sie gemeinsam umzusetzen. Zielorientierte Steuerung funktioniert nur bei Übernahme persönlicher Verantwortung für das Ergebnis. Der Mensch steht im Mittelpunkt.

Veränderungsmanagement: Weil zielorientierte Steuerung das Verständnis und das Mitwirken aller Beschäftigten in öffentlichen Institutionen erfordert, kann sie auch nur durch einen tiefgreifenden Organisationsveränderungsprozess eingeführt werden. Dieser kostet Zeit. Sie ist aber gut investiert: Schnellschüsse sind kontraproduktiv und gefährlich.

Stärkung der Demokratie: Zielorientierte Steuerung kann zu einer neuen Qualität der Transparenz staatlichen Handelns führen. Werden die Ziele der Verwaltung öffentlich gemacht, wird die Politik für den Bürger greifbarer und besser nachvollziehbar. Somit wird auch die Demokratie gestärkt.

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